Orem gründet ihr Modell auf der Annahme, dass jeder Mensch sich selbst pflegen kann und will. Sie geht von einer ganzheitlichen Vorstellung des Menschen aus. Diese umfasst physische, psychische, soziale und spirituelle Aspekte.
Definition von Gesundheit: Selbstpflegebedarf und Selbstpflegefähigkeiten befinden sich im Gleichgewicht.
Selbstpflege: Die Fähigkeit eines Individuums, alle zum (Über)Leben benötigten Aktivitäten selbst zu bewältigen. Dieses Verhalten ist gesellschaftlich und kulturell geprägt.
Selbstpflegeerfordernisse
Nach Orem bilden 8 Aktivitäten die Grundlage der universellen Selbstpflege:
Dies sind grundlegende Aufgaben, die jede Person selbst bewältigen können muss, um zur Selbstpflege in der Lage zu sein. Darüber hinaus klassifiziert sie entwicklungsbedingte Selbstpflegeerfordernisse, die durch das jeweilige Entwicklungsstadium eines Menschen bestimmt werden.
Orem führt genau auf, welche zusätzlichen Anforderungen an einen Menschen gestellt werden der krank, verletzt oder behindert ist, oder sich in medizinischer Behandlung befindet. Erst wenn auch nach Mobilisierung der eigenen Ressourcen die Fähigkeit zur Selbstpflege nicht ausreicht, wird Hilfe von außen nötig. Orem weist darauf hin, dass es Situationen gibt, in denen Menschen einander pflegen, ohne dass daran professionelle Pflege beteiligt ist, z. B. Eltern/Angehörige bei Kindern/älteren Menschen. Für die Pflegeperson ergibt sich daraus besonders bei der Pflege von Kindern ein bewusstes Miteinplanen der Pflegefähigkeit der Bezugsperson. Erst wenn die Unterstützung durch Eltern, Verwandte usw. nicht ausreicht, ist professionelle pflegerische Betreuung durch eine Pflegeperson nötig.
Systeme der Krankenpflege
Das vollständig kompensatorische System
Die Pflegeperson
Das teilweise kompensatorische System
Die Pflegeperson
Das unterstützend-erziehende System